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STEPHAN SPICHER

STEPHAN SPICHER


Basierend auf intensiven Beobachtungen der Natur kreist Stephan Spichers künstlerische Praxis um die Frage, welche Kräfte sich hinter allem Seienden verbergen, welche Energien den permanenten Kreislauf von Werden und Vergehen bewirken. Um das Prozessuale der Natur wiederzugeben, konzentriert er sich als gestalterisches Mittel in seinen Zeichnungen und Gemälden auf die Linie mit ihren gegensätzlichen Eigenschaften wie Stabilität, Ordnung und Orientierung einerseits, Vitalität, Bewegung und Veränderung andererseits. Spicher versteht die Linie in letzter Konsequenz als universelles Element: „Man kann hinaus in die Welt gehen und überall von der Linie sprechen, in der Fläche und im dreidimensionalen Raum. Die gleichen grundlegenden Gesetze sind überall gültig“ (Stephan Spicher 2012).

Während sich die Linie in den malerischen Werken aus der Serie Blossom – an der der Künstler seit 2003 kontinuierlich arbeitet – in pflanzliche Motive wie Blüten oder Stängel verwandelt und sich mit flächigen Farbfeldern verbindet, sind beispielsweise die aktuellsten Arbeiten aus der Reihe blooming – fading (2018) der reinen Abstraktion verpflichtet. Geleitet von seiner Intuition zeichnet Spicher auf grossformatigen Büttenpapieren Tuschelinien in Grün- und Rottönen, die sich partiell kreisförmig entwickeln, einander überschneiden, sich zueinander hin- und voneinander wegbewegen und/oder sich abrupt verlieren. Durch die schwungvolle Ausführung der mit dem Pinsel gezogenen Linien schafft er Werke voller Spannung und Lebendigkeit.

Stephan Spicher, geboren 1950 in Basel, absolvierte ein Studium an der Allgemeinen Gewerbeschule in Basel und bildete sich anschliessend beim italienischen Maler Beppe Assenza weiter. Spichers Arbeiten sind regelmässig auf internationalen Kunstmessen sowie in Einzel- und Gruppenausstellungen in der Schweiz und im Ausland – vorwiegend in Japan, Indonesien, Russland und in den USA –zu sehen. Werke des Künstlers finden sich in zahlreichen musealen, kantonalen und firmeneigenen Sammlungen wie dem State Russian Museum in St. Petersburg, der Kunstsammlung des Kantons Zürich oder der UBS Art Collection. Spicher lebt und arbeitet in Basel sowie in Maggia TI.