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MARC MOSER

MARC MOSER


Eine starke Affinität zu Metall als Werkstoff prägt das skulpturale Schaffen Marc Mosers. Motivisch im Fokus stehen Dinge des alltäglichen Lebens, wobei Moser mit der ästhetischen Strategie der Verfremdung arbeitet. Aus bis zu 100 Meter langen Stacheldrahtrollen schafft er Objekte, die dem Betrachter aus Kindertagen vertraut sind wie Teddybären, Schaukelpferde, Skatboards oder Bobby Cars. Aufgrund der spitzen Beschaffenheit des Materials wird ein freudvolles und sorgloses Spielen jedoch verhindert. Die Lust den Betrachter zu überraschen und mit dessen üblichen Wahrnehmungsmustern zu brechen, widerspiegelt sich auch in seinen bis zu einer Tonne schweren, bunt lackierten Stahlplastiken in überdimensionaler Grösse. International Beachtung fanden sea pink (2011), eine fünf Meter breite Sonnenbrille, platziert an der Küste von Aarhus, die einen optimistischen Blick auf die Welt ermöglichen soll, oder die beinahe drei Meter hohe Schraubzwinge bluetoo, mit der der Künstler die ambivalenten Empfindungen im Umgang mit der digitalen Kommunikation thematisiert: Halt und Enge.  

Nach Abschluss einer Lehre zum Schmid folgten für den 1968 in Arbon, Kanton Thurgau, geborenen Marc Moser Lehr- und Wanderjahre. Er assistierte unter anderem dem Westschweizer Stahlbildhauer Étienne Krähenbühl. Seit 1993 ist Moser als freischaffender Künstler tätig. Seine Werke sind europaweit in Einzel- und Gruppenausstellungen sowie im öffentlichen Raum im Rahmen von Biennalen und Triennalen zu sehen. Moser lebt und arbeitet in Arbon.